Betreuungsprojekt

Johanniskirche1 klein

Seit 1987 bietet das Betreuungsprojekt sinnvolle ambulante sozialpädagogische Maßnahmen für junge Menschen, die straffällig geworden sind. Die zentralen Ziele dieser Angebote sind die Förderung und Stabilisierung der Persönlich-keitsentwicklung, die Reduktion von Straffälligkeit und die Befriedung von Konflikten im Gemeinwesen.

Die Betreuung der jungen Menschen erfolgt in der Sozialen Gruppenarbeit und der ergänzenden Einzelbetreuung. Der Täter-Opfer-Ausgleichs unterstützt Geschädigte von Straftaten dabei, einen Ausgleich zu erhalten. Ergänzt werden diese Angebote durch die stationäre Unterbringungen als U-Haft-Vermeidung oder als Unterbringung nach KJHG und die Stuntschule "Showtime" die eine attraktive Tagesstruktur bietet.

Das Projekt ist sozialräumlich orientiert. Die Leistungsangebote des Betreuungsprojektes sind, ausgehend von den Stärken der Jugendlichen in deren Lebenswelt angesiedelt.

Die Angebote setzen auf Integration in Regelschulen, Ausbildung und Arbeit. Die Hilfen sind individuell ausgerichtet und durch Kontinuität im Beziehungsangebot geprägt.

Karategruppe klein

KONTAKT

Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.
Betreuungsprojekt Lüneburg
Bei der St. Johanniskirche 10
21335 Lüneburg
Tel.: 0 41 31 / 36 550
Fax: 0 41 31 / 26 94 86

Soziale Gruppenarbeit mit Einzelbetreuung

Die Ambulante Soziale Gruppenarbeit mit Einzelbetreuung wird bei uns in einer Sport- und Freizeitgruppe an Nachmittagen in der Woche angeboten.

Das fortlaufende handlungs- und erlebnisorientierte Angebot richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende, für die eine Weisung nach § 10 JGG ausgesprochen wurde, aber auch an Freiwillige nach Beendigung der Betreuungsweisung und an Freunde und Geschwister.

Über die Gruppenarbeit hinaus werden mit den Jugendlichen und Heranwachsenden - je nach deren Bedürfnissen - Termine für Einzelbetreuung vereinbart. Dort können Sie Hilfe für die Wohnungssuche / -sicherung, Unterstützung für die Regelung ihrer finanziellen Situation und Begleitung zu Ämtern sowie Hilfe im sozial-emotionalen Bereich erhalten.

In der Einzelbetreuung werden auch Jugendliche und Heranwachsende erreicht, für die die Gruppenarbeit nicht das geeignete Angebot ist.

Täter-Opfer-Ausgleich - Projekt Handschlag

Das Projekt Handschlag bietet mit dem Täter-Opfer-Ausgleich eine Unterstützung für Geschädigte durch straffällig gewordene junge Menschen an.

Das Ziel ist eine außergerichtliche Konfliktschlichtung, die von den Beteiligten (Täter und Geschädigte) gemeinsam erarbeitet wird. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der soziale Kontext der Konflikte von Jugendlichen und Heranwachsenden. Das Projekt Handschlag hat dabei die Aufgabe der Vermittlung zwischen Täter/Täterin und Geschädigten.

Die Geschädigten können:

- Wut, Ärger, Angst und Verletztheit dem Täter / der Täterin gegenüber ausdrücken;

- Ihre Interessen vertreten

- entscheiden, ob und wie eine Wiedergutmachung des entstandenen Schadens erfolgen könnte.

Die Täter/innen können:

- die Hintergründe für ihr Verhalten schildern und die Verantwortung dafür übernehmen;

- zeigen, daß sie den Geschädigten und seine Gefühle ernst nehmen;

- zeigen, daß sie bereit sind, den angerichteten Schaden wieder gutzumachen.

Mit Hilfe des Projektes Handschlag überlegen alle gemeinsam, wie der Konflikt bereinigt und der Schaden ausgeglichen werden kann. Die Wiedergutmachungsleistung kann ganz verschieden aussehen:

- Arbeiten für das Opfer

- Geschenk

- Geld

- gemeinsame Aktivität

- und vieles mehr

Erklären sich Täter/in und Geschädigte mit der gemeinsam erarbeiteten Lösung einverstanden und sind mit ihrer Ausführung zufrieden, dann wird das Verfahren nach §§ 45/47 von der Staatsanwaltschaft bzw. dem Jugendrichter eingestellt oder der Täter-Opfer-Ausgleich wird in der Verhandlung strafmildernd berücksichtigt.

Voraussetzungen für einen Täter-Opfer-Ausgleich:

  • Der/die Jugendliche muss die Tat zugeben und zu ihr stehen. Wir sind keine Ermittlungsbehörde, sondern nehmen die Informationen und Wahrnehmungen von Täter/Täterin und Opfer als Grundlage für einen Ausgleichsversuch.
  • Geschädigte und Täter/Täterinnen müssen mit einem Täter-Opfer-Ausgleich einverstanden sein.

U-Haft-Alternative + Stationäre Unterbringung nach KJHG
Die U-Haft Vermeidung kleinUntersuchungshaftvermeidung oder -verkürzung nach §§ 71/72 JGG ist zur Sicherung der Hauptverhandlung und zum Aufbau einer mittelfristigen Perspektive für die Jugendlichen gedacht, so dass in der Hauptverhandlung die Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Stationäre Unterbringung nach KJHG
Nach der Hauptverhandlung kann im Anschluss an die U-Haft-Vermeidung/ -verkürzung der Jugendliche weiter in einer Jugendhilfemaßnahme stationär untergebracht werden.

In Einzelfällen ist dieses auch auch ohne vorhergehende U-Haft-Vermeidung möglich, wenn ein besonderes individuell zu erstellendes Konzept notwendig ist.

www.u-haft-alternative.de

Berufliche Orientierung und Qualifikation
Stuntschule "Showtime"

Die Stuntschule "Showtime" bietet eine Basisqualifikation für Ausbildung und Arbeitsmarkt. In der Stuntschule ist eine Stufenausbildung zum Stuntassistent / Stuntman / Stuntkoordinator im Rahmen von Jugendhilfe möglich.

www.stuntschule-showtime.de

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