Tipps aus dem Kinderdorf!

Unser Kollege Stefan Meste hat einen tollen Zeitungsartikel aus der  Südeutschen Zeitung mit Tipps für das Familienleben in Corona-Zeiten entdeckt, den wir mit praktischen Hinweisen angereichert haben.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de

Kinder brauchen zur Orientierung eine Tagesstruktur!

Der Alltag ist bei uns allen durch die Schutzmaßnahmen völlig durcheinander geraten. Stellen Sie mit den Kindern zusammen einen Plan auf, der für jeden Tag gilt: Zum Beispiel: 8 Uhr Frühstück, 8.30 – 9.15 Uhr Aufgaben für die Schule, 9.15 – 9.30 Uhr Pause, 9.30 – 10.15 Uhr weitere Lernaufgaben, 10.15 – 12 Uhr Bewegung mit Eltern und Geschwistern im Freien oder bei schlechtem Wetter im Haus, 12.30 Uhr Mittagessen, 13.00 – 15.00 Mittagspause, chillen; 15.00 Uhr gemeinsame Gesellschaftsspiele usw.

  1. Wie gesagt, wichtig ist eine Orientierung, die gut zu dem Familienleben passt und alle werden sich wundern, welche neue Ideen und Erfahrungen entstehen. Der Plan soll verlässlich sein und für alle sichtbar aufgehängt werden.
  2. Regelmäßige Bewegungsaktionen mit den Kindern. Zum Beispiel die Home-Disco: Ein Raum partymäßig gestalten, eine Playlist erstellen und schon kann das Tanzvergnügen starten. Gymnastische Übungen zur Musik bereiten Spaß. Oder man kann auch eine eigene Choreografie einstudieren. Nebenbei gönnen wir uns dabei auch eine Pause von all den bedrückenden Nachrichten.
  3. Glücksgefühle durch Singen: In Italien wurden in den Hinterhöfen Konzerte veranstaltet und die Menschen hörten auf ihren Balkonen und an den offenen Fenstern zu. Singen und musizieren Sie mit ihren Kindern. Songtexte und Noten gibt es reichlich kostenfrei im Internet. Vielleicht finden sich auch noch Liederbücher zu Hause und schöne Erinnerungen werden belebt. Viele Künstler bieten per Stream und Podcast kostenlose Konzerte an. Mitsingen und -tanzen macht fröhlich!
  4. Essen gemeinsam und kreativ zubereiten: Die Schutzmaßnahmen schenken uns viel gemeinsame Zeit miteinander. Gemeinsam in Ruhe kochen verhilft wieder zu einem anderen Verhältnis zu unseren wertvollen Lebensmitteln. Dabei lassen sich mit Schnitzereien von Gemüse und Obst viele Mahlzeiten interessant gestalten. Statt Fast-Food wieder gemeinsamer Genuss!
  5. Fenster bemalen: Kinder malen gern. Mit speziellen Farben lassen sich Fensterflächen bemalen. Das sieht schön aus und kann leicht wieder entfernt werden. Und am nächsten Tag geht´s wieder von vorne los. Gemeinschaftskunstwerke machen zusammen stolz und sie lassen sich über die sozialen Medien per Foto an die Großeltern schicken.
  6. Basteln: Im Internet finden sich zum Beispiel bei You Tube viele Bastelanleitungen mit Dingen aus dem Alltag. So lassen sich aus den Papprollen von Klopapier prima Kugelbahnen bauen. Aus Dosen und Bindfaden ein primitives Telefon und vieles mehr. Bilder oder Filme davon erfreuen die Familie….
  7. Medienpädagogik ganz einfach: Mit Handy lassen sich wunderbar selbst Videos, Tonaufnahmen und schöne Fotos herstellen. Statt solche Medien nur zu konsumieren, entdecken wir, wie solche Beiträge gestaltet werden, so dass die gewünschte Information auch verstanden wird. Das Spielen mit der Technik verschafft neue Lernerfahrungen und die Aufnahmen mit all den Fehlern und Versprechern sorgen für viele Lacher. Bloß keinen falschen Ehrgeiz entwickeln – Spaß haben ist das Motto. Unabdingbar ist, dass sie Aktion von Erwachsenen begleitet wird, denn Kinder und Jugendliche könne in der Regel die Auswirkungen in den sozialen Medien nicht umfassend einschätzen!