Glückliche Gesichter in der Altenhilfe: Mitarbeitende im Interview

Fragt man die Mitarbeitenden in der Altenhilfe in Bleckede nach ihrem Job, fallen ihnen gleich viele Gründe ein, warum sie diesen so lieben. Hier berichten drei von ihnen quasi  „aus dem Nähkästchen“.

Zum Beispiel die 31-jährige Elena Pawlow, die aus Sibirien stammt und seit 1993 in Deutschland lebt. Sie machte hier ihren Realschulabschluss und erlernte danach den Beruf der Altenpflege. Sie hat verschiedene Pflegeeinrichtungen kennengelernt und ist seit 2016 in der Altenhilfe. Dort fühlt sie sich angekommen.

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Frau Pawlow, was ist Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag wichtig?

„Hilfe geben und hilfsbereit sein, das sind meine Grundhaltungen. In diesem Beruf habe ich unglaublich viel Abwechslung und es ist keinesfalls ein Fließbandjob. Ganz im Gegenteil: Hier wird viel Flexibilität gefordert, denn schließlich geht es um Menschen. Flexibilität bedeutet für mich nicht, dass wir uns in der Pflege ausbeuten lassen. Flexibilität definieren wir mit einer hohen Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Situation. Wenn wir unsere Bewohner gut kennen und auch schätzen, können wir viel besser auch in Ausnahmensituationen reagieren. Ich verstehe mich als Partnerin der Angehörigen und übernehme gerne Verantwortung für die uns anvertrauten alten Menschen“

Auch Doris Kokartis ist eine von 69 Mitarbeitenden der Altenhilfe in Bleckede. Die 54-jährige arbeitet seit 2014 dort und empfindet ihre Aufgabe als „den besten Job der Welt“.

 

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Frau Kokartis, was macht denn den „besten Job der Welt“ bei der Altenhilfe aus?

„Das Wichtigste ist, wenn du erlebst, dass Vertrauen in dich gesetzt wird. Hier in der Albert-Schweitzer-Altenhilfe in Bleckede fühle ich mich von vornherein an-genommen. Es ist irgendwie wie in einer Familie. Deshalb arbeite ich auch nicht immer punktgenau auf die Uhr, wenn ein Bewohner mich braucht. Wir bekommen ein relativ gutes Gehalt und das kommt auch pünktlich zum Monatsende. Noch nie gab es eine Verzögerung oder Kürzung, wie ich das von anderen Einrichtungen schon oft gehört habe. Ich freue mich darüber, dass auf meine Wünsche immer eingegangen wird und ich immer meine Ideen mit einbringen kann. Die werden nicht nur gehört, sondern sogar auch umgesetzt.“

André Cordes war sogar bereit, sein Interview während seines Urlaubs zu geben.

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Er sagt über sich: „Mehr als 20 Jahre bin ich Überzeugungstäter in der Altenpflege und vor allem im Albert-Schweitzer-Familienwerk.

Was ich mache, das will ich gut machen. Das was ich mache, kann ich hier im Albert-Schweitzer-Familienwerk sehr gut umsetzen.“

Herr Cordes, was macht denn das Arbeiten im Albert-Schweitzer-Familienwerk aus?

„Das Familienwerk ist tatsächlich Familie. Als Betriebsrat habe ich natürlich auch Kontakte zu allen anderen Einrichtungen. Unser Geschäftsführer Martin Kupper gibt uns allen das Gefühl, dass wir eine Einheit sind. Und das gelingt ihm, obwohl wir in den unterschiedlichen Branchen auch tatsächlich so verschieden sind.“

Trotz aller Begeisterung: Gibt es auch Kritikpunkte?

Elena Pawlow: „Wir müssen uns in der Pflege mit unglaublich viel Kleinkram beschäftigen, der viel Zeit verbrennt, in der wir uns lieber um unsere Bewohner kümmern möchten.“

André Cordes: „Natürlich ist auch im Albert-Schweitzer-Familienwerk nicht alles Gold was glänzt, aber die großen Kritikpunkte liegen außerhalb unseres Vereins. Gesellschaftlich haben wir zu wenig Anerkennung in der Altenpflege. Das Familienwerk kümmert sich schon um die Kollegen und lässt auch den Betriebsräten sehr viel Raum, um der Belegschaft zu helfen. Daher der Aufruf an die Belegschaft, die vorhandenen Systeme – und insbesondere die Hilfesysteme – noch mehr zu nutzen. Das Familienwerk bietet viel an und es darf noch intensiver genutzt werden.“