Wertschätzende Geste: Jährlicher Gedenkgottesdienst

In der Altenhilfe in Bleckede gibt es eine sehr würdevolle Tradition: Einmal im Jahr findet für Hinterbliebene ein persönlich gestalteter Gottesdienst statt.

>>Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. << Diesen bedeutungsvollen Satz ließ einst der Humanist Albert Schweitzer  verlauten. Seinen Wertvorstellungen hat sich das Familienwerk, zu dem auch die Altenhilfe gehört, verschrieben. Den Angehörigen der verstorbenen Bewohnern, die jene „Spuren der Liebe“ in ihren Herzen tragen, wird durch den jährlich stattfindenden Gedenkgottesdienst eine würdevolle Gedenkmöglichkeit gegeben. Innerhalb der Mauern, in denen die Verstorbenen gelebt haben, treffen Hinterbliebene wie Bewohner zusammen, um gemeinsam den verstorbenen Mietern und Bewohnern des Vorjahres zu Gedenken. Pastor Jens Müller bereitet für diesen besonderen Anlass eine Andacht vor, in der alle Verstorbenen namentlich noch einmal genannt werden. Zudem wird für jeden eine Rose in eine Vase gesteckt. Nicht nur die persönliche Einladung zu diesem würdevollen Gedenkgottesdienst wissen die Hinterbliebenen sehr zu schätzen, auch das Mitnachhause nehmen der entsprechenden Rose ist eine sehr geschätzte Geste. Diese Geste wird in manchen Situationen ebenfalls gern von Mietern und Bewohnern vollführt, die die Rose als ein Gedenken an einen lieb gewonnenen Menschen mit in ihr Zimmer oder ihre Wohnung nehmen.