Mobilität an erster Stelle: Bewohner trainieren mit dem "G-Weg"

Ein Anschaffung ganz besonderer Art gab es kürzlich in der Altenhilfe in Bleckede: Den G-Weg. Hinter dem schlüssigen Namen verbirgt sich ein sechs Meter langer Teppich, der ein Raster aus Grasflächen und Kopfsteinpflaster aufweist. Mithilfe des Teppichs und verschiedener integrierter Übungen, wird die Gehfähigkeit bei Senioren, Hochbetagten, Menschen mit einer Demenzerkrankung und auch Schlaganfall-Patienten verbessert. Zudem trägt diese Gangbildverbesserung auch zur im hohen Alter immer essentieller werdenden Sturzprophylaxe bei. Auch eine Studie des sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn quittiert nachweisbare Erfolge des G-Weg-Teppichs.

Für Anette Wölk, Einrichtungsleiterin der Altenhilfe Bleckede, waren diese Fakten Anreiz genug, dieses Trainingsgerät anzuschaffen. Sie betont: „Mobilität ist im Seniorenalltag ein wichtiges Thema und es liegt uns am Herzen, unsere Bewohner bei der Erhaltung ihrer Mobilität größtmöglich zu unterstützen. Der G-Weg ist dabei ein wertvolles Trainingsmittel, das unseren Bewohnern in der kurzen Zeit seit der Anschaffung nicht nur ein effektives Training ermöglichte, sondern auch bereits viel Freude und Spaß brachte.“

Trainingsmöglichkeiten gibt es mit dem G-Weg zahlreiche. So haben die Senioren und Seniorinnen in der Altenhilfe Ringe in die Mitte des Teppichs geworfen und dann versucht, einen Ball mittels Wurf in die Mitte dieser Ringe zu platzieren. Neben verschiedenen Bewegungsabläufen, müssen die Trainierenden dabei auch ihren Oberkörper vorstrecken und besonders auf ihr Gleichgewicht achten. Doch auch das einfache „Gehen“ wurde für die Bewohner schon zur Trainingsherausforderung. Nicht nur gerade, sondern auch seitwärts oder mal mit kleinen und mal mit großen Schritten musste der G-Weg Pfad von ihnen absolviert werden. Je nach individueller Möglichkeit werden diese Übungen mit dem Rollator oder mit der Unterstützung von ein bis zwei Pflegefachkräften durchgeführt. Dass dem Übungsraum auf dem Teppich keine Grenzen gesetzt sind, zeigt auch das einfache Beispiel von der Koordination zwischen dem Aufrecht stehen und dem ganz normalen Gehen. Neben dem Spaß, den alle bei solchen Übungen haben, erlangen die Trainierenden auch mehr Sicherheit in ihrem Bewegungsrhythmus. Dies wiederum überträgt sich auf den Alltag und die kleinen Tücken, die darin innewohnen können. 

In der Altenhilfe Bleckede ist man sich einig: Der G-Weg ist die Investition des Jahres. Denn was könnte besser sein, als mit gemeinsamem Frohsinn nachhaltig etwas für die Gesundheit zu tun?