Schüler besuchen das Museum Friedland

Mit den Schicksalen und manchmal ergreifenden Erlebnissen von Menschen unmittelbar in Berührung zu kommen, das geschieht einfach immer wieder in Berufen wie der Heilerziehungspflege, der Altenpflege und der Pflegeassistenz. Schülerinnen und Schüler aus diesen drei Ausbildungsgängen der Berufsbildenden Schulen besuchten deshalb im Rahmen des Politikunterrichts gemeinsam das Museum des Grenzdurchgangslagers Friedland. Einen Ort, an dem es über historische wie auch aktuelle Ereignisse, die Menschen tiefgreifend prägen können, viel zu erfahren und so manches zu lernen gibt. „Wenn man sich das hier anschaut, da erfährt man so viel und ich glaube, ich kann manches jetzt besser verstehen, wenn mir Klienten etwas aus ihrem Leben erzählen“ – diese Äußerung einer Schülerin wurde von den Umstehenden mit einem Kopfnicken begleitet.

Nach mehr als zweieinhalb Stunden Führung mit ungeheuer vielen Informationen im Museum und auch auf dem Gelände des Lagers, hörte man schon mal Kommentare wie: „Das ist super gemacht hier und echt interessant, aber jetzt ist mein Kopf total voll!“ Und trotzdem blieben etliche der Berufsschüler sogar noch freiwillig länger im Museum, um sich mithilfe der verschiedenen Medienangebote des modern konzipierten Museums noch weitere Eindrücke zu verschaffen. Unter anderem Eindrücke über die verschiedenen Ursachen von Fluchtbewegungen und über die Schicksale von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder wiederzufinden suchten und dabei aufbrachen in eine völlig ungewisse Zukunft.

Das Museum Friedland wurde im März 2016 im historischen Bahnhofsgebäude eröffnet. Es zeichnet die wechselvolle Geschichte des Grenzdurchgangslagers ab seiner Entstehung im September 1945 bis in die Gegenwart nach. Mehr als vier Millionen Flüchtlinge, Vertriebene, Kriegsgefangene, Aussiedler und sonstige Schutzsuchende kamen bis heute aus verschiedensten Teilen der Welt über Friedland in die Bundesrepublik. Im Rahmen ihres Unterrichts kamen nun auch die Berufsschüler  zusammen mit ihrem Politik-Dozenten Dietmar Brüning in die Museumsstätte, um das umfassende wie aktuelle Thema veranschaulicht zu bekommen.