Interview mit Heilerziehungspflegeschülerin Marleen Schaper

Interview mit Marleen Schaper, 22 Jahre alt, ist seit  2016 an der Berufsbildenden Schule in Uslar und beendet ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin  im Juli 2019.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen sozialen Beruf zu erlernen?

Seit meiner frühen Kindheit habe ich persönlichen Umgang zu körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen innerhalb unserer Familie und auch im Bekanntenkreis. Ich habe hierbei sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt und festgestellt, wie wichtig es ist, dass ich für diese Menschen da bin. Die vielen positiven Erlebnisse mit  ihnen, die mich in ihr Herz geschlossen haben, haben meine Überlegungen zur Berufswahl Heilerziehungspflegerin stark beeinflusst. Ich möchte diesen Menschen künftig zur Seite stehen und durch meine Arbeit dazu beitragen, dass ihr Leben noch lebenswerter wird.

Nachdem ich mein Fachabitur abgeschlossen hatte, habe ich ein FSJ an der Schule am Tannenberg (einer Förderschule in Weende) absolviert. Dieses Jahrespraktikum in einer ersten Klasse hat meine vorherige Überlegung zur Berufswahl absolut unterstrichen. Seit dem war ich noch fester davon überzeugt Heilerziehungspflege zu erlernen.

Warum haben Sie sich die BBS Uslar ausgesucht und was gefällt Ihnen dort?

Meine Kollegen der Schule am Tannenberg haben mich auf die BBS in Uslar aufmerksam gemacht, da sie ebenfall dort ihre Ausbildung absolviert haben. Sie haben mir die Schule ans Herz gelegt, da sie kleiner ist als die Berufsschulen in der Umgebung und sich dieser Faktor deutlich auf die Qualität der Ausbildung auswirkt.

  • Kleinere Klassen
  • Die volle Aufmerksamkeit der Dozenten
  • Jeder kennt Jeden
  • Abwechlung durch das duale Konzept

Was gefällt Ihnen nicht an der Ausbildung?

Ärgerlich ist es, dass wir Schulgeld bezahlen müssen. Jedoch ist der zu zahlende Preis im Vergleich zu anderen Berufsschulen noch völlig human.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Nach der Ausbildung suche ich mir natürlich einen Job. Allerdings möchte ich nach meiner Probezeit ein Fernstudium zur Heilpädagogin beginnen. In 5 Jahren möchte ich dieses Studium auf jeden Fall abgeschlossen haben und glücklich in dem Berufsfeld arbeiten. Wer weiß, vielleicht erfüllt sich irgendwann der Traum von einer eigenen Heilpädagogischen Einrichtung.