Albert-Schweitzer-Kinderdörfer sind Ehrengäste in der Paulskirche

 

Frankfurt/Berlin/Uslar: „Anlässlich der 60-jährigen Ehrenbürgerschaft Albert Schweitzers in Frankfurt M. und dem 50. Jubiläum des Deutschen Albert Schweitzer Zentrums, waren auch die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und –Familienwerke eingeladen.

Aus der zweiten Reihe erlebten Jörg Grabowsky (Pressesprecher Uslar) und Margitta Behnke (Geschäftsführerin Berlin) eine bewegende und würdige Festveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche, zu der Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann eingeladen hatte.

Es war nur zu verständlich, dass die Festredner brennende Fragen der Gegenwart auf den Prüfstand von Schweitzers Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ stellten. Die streitbare Theologin Prof. Dr. Margot Kässmann tritt vehement für Frieden und Verständigung ein. Sie thematisierte ebenso amüsant wie deutlich ihre Sorgen über den Umgang unserer Gesellschaft mit Andersartigkeit und kritisierte die Menschheit für die sorglose Vernichtung unserer Lebensgrundlage durch Meeresverschmutzung oder der Regenwaldabholzung. Deutliche Statements hatte auch Peter Fischer als Präsident von Eintracht Frankfurt mitgebracht. „Rechte Parolen und Rassismus haben in den deutschen Fußballarenen keinen Platz“, sagt er.

Höhepunkt des Tages war die Auszeichnung des Liedermachers, Sängers und Autors Konstantin Wecker mit der Albert Schweitzer-Medaille für sein unermüdliches Engagement für Frieden und Gerechtigkeit. Wecker scheut sich nicht, sich selbst als „Suchender“ beschreibend, beständig unbequeme Fragen zu stellen:

  • Was macht das Menschliche in uns aus?
  • Warum gestatten wir Mitbürgern, es zu bedrohen?

Wecker bedankte sich mit einem Minikonzert. Am Flügel sitzend besingt er lobend Zivilcourage, mahnt vor Krieg und Gewalt, gibt uns Gästen gleichzeitig Kraft und Zuversicht mit auf den Weg. Um es mit seinen Worten zu sagen: „Bleiben wir unter allen Umständen Menschen!“