Das Familienwerk als Arbeitgeber

„Es ist schön, sich auf seinen Arbeitgeber verlassen zu können“

Albert-Schweitzer-Familienwerk bietet Mitarbeitern zuverlässige Vielfalt und Perspektive

[Uslar]- „Das ist wie ein Sechser im Lotto“ – Nicole Bongscho ist Heilerziehungspflegerin im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum und diesen Satz bekommt man zu hören, wenn man sie nach ihrem Job fragt. Für die 34-Jährige koppelt sich ihr Traumberuf in der Altenpflege auch eng an ihren Arbeitgeber.
Die Entfaltungsmöglichkeiten innerhalb ihres Berufes und das Miteinander im Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. begeistern sie. Und so räumt sie auch mit Erleichterung mit ein Klischee auf: „Gott sei Dank ist die Realität in der Pflege eine andere, als häufig im Fernsehen gezeigt wird. Hier im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum stehen die Bewohner im Mittelpunkt.“

>>Es gibt keinen Menschen auf der Welt, von dem man nicht etwas lernen könnte<< - auch im Sinne dieses Albert Schweitzer Zitats wird im Familienwerk gehandelt, denn der Ideologie und der Ehrfurcht vor dem Leben hat sich die sozial ausgerichtete Non-Profit-Organisation verschrieben.

Aus- und Weiterbildung, Coachings und Supervisionen sind daher ebenfalls ein großes Thema. Constanze Weis, die im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar arbeitet und sich auf ihrer Arbeit fühlt „wie in einer kleinen Familie“, lobt die kontinuierlichen Reflexionen und regelmäßigen Gespräche mit ihrem Arbeitgeber sowie die zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen:

„Wir bekommen regelmäßig Angebote für Weiterbildungen. Es wird zwar gern gesehen, wenn man auch an Schulungen teilnimmt, aber zu welchem Thema man sich fortbilden möchte, wird einem in der Regel selbst überlassen.“Dass sie auf diese Weise ihren beruflichen Alltag und ihre berufliche Zukunft aktiv mitgestalten kann, macht für sie einen bedeutenden Unterschied zu anderen Arbeitgebern aus.Miteinander innovativ sein.

Das Familienwerk selbst geht dabei sogar noch weiter. Denn egal ob Hauswirtschaftspersonal, Erzieher, Pflegemanager oder Psychologe: Alle zwei Jahre kommen rund zehn Prozent der Belegschaft zu einem Workshop zusammen, um zusammen und auf Augenhöhe mit der Führungsebene an neuen, zukunftsrelevanten Themen im Verein zu arbeiten. Gemeinsam wird auf diese Weise das Arbeitsklima mitgestaltet und jegliche Hierarchieketten werden aufgesprengt. Denn jede Stimme zählt, damit neue Wege mit allen gemeinsam beschritten werden können. Schließlich ist der eigene Beruf ist mehr als nur Arbeit. Man verbringt dort einen Großteil seiner Zeit und investiert etwas von sich selbst. Dass es mit dem Arbeitgeber dann auch passen sollte, steht außer Frage. Aus diesen Gründen sucht das Albert-Schweitzer-Familienwerk nach Personal, das nicht einfach nur zur Arbeit kommt, sondern Lust hat, sich in einem bunten Netzwerk aus Angeboten und Möglichkeiten einzubringen und weiterzuentwickeln.Wertschätzung an oberster Stelle. Nicht nur für die Klienten wird die Wertschätzung des Menschen gelebt, sondern auch für die Angestellten. Neben den innovativen Gestaltungs- sowie Ausbaumöglichkeiten kann das am Tarifsystem festgemacht werden, welches an den öffentlichen Dienst angelehnt ist. Doch nicht nur die Höhe der Gehälter ist ein Thema für das Familienwerk als Arbeitgeber. Auch die immer pünktliche Gehaltszahlung gehört zum Selbstverständnis des Vereins. Und das kommt bei den Mitarbeitern gut an.

Christina Turrey ist seit 21 Jahren Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle und lobt einige Merkmale ihres Arbeitsrahmens: „Im Familienwerk fühlt man sich als Mitarbeiter wertgeschätzt. Wir erhalten noch eine Weihnachtsgeldzahlung und haben einen Urlaubsanspruch, der über das gesetzlich geregelte Mindestmaß hinausgeht. Außerdem habe ich mein Gehalt in den 21 Jahren, die ich für das Familienwerk jetzt tätig bin, immer pünktlich gezahlt bekommen. Es ist schön, sich auf seinen Arbeitgeber verlassen zu können.“Von der Ausbildung bis zum Karrieresprung funktioniert im Familienwerk vieles anders, als erwartet. Das Hand-in Hand-Wirken von Arbeitgeber und Arbeitnehmer öffnet beiden Seiten neue Perspektiven und schafft Innovationen auf dem sozialen Arbeitsmarkt. Berufliche Selbstverwirklichung als Sprungbrett in ein selbstbestimmtes und entfaltungsfreies Berufsleben, stehen dem Einzelnen im Familienwerksgefüge zahlreiche Wege offen.

Milena Spieß ist Auszubildende im dritten Lehrjahr und steht kurz vor ihren Abschlussprüfungen. Sie durfte während ihrer Ausbildungszeit nicht nur verschiedene Bereiche in der Geschäftsstelle kennenlernen, sondern bekam auch Einblicke in andere Einrichtungsbereiche. Dass sie aktuell mit der verwaltungstechnischen Unterstützung des Seniorenzentrums direkten Kontakt zu den Bewohnern und Bewohnerinnen hat und ihnen Hilfestellung anbieten kann, ist ein spannender Aspekt für sie. Denn Vielfalt steht bei ihrem Arbeitgeber nicht als Worthülle auf einem Blatt Papier, sondern wird einrichtungsübergreifend gelebt. Besonders die Menschlichkeit, die das Familienwerk zutage bringt, begeistert die 19-jährige: „Ich bin sehr froh, mich für das Familienwerk entschieden zu haben, da jeder mit offenen Armen empfangen wird und man für hilfebedürftige Menschen Gutes tun kann.“ Nach ihrer Ausbildung wird sie mit einem unbefristeten Vertrag im Familienwerksgefüge weiter angestellt, denn Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen zählen im Albert-Schweitzer-Familienwerk auch weiterhin.