Frühlingsfreuden bei der Kinderdorffamilie Dierkes

Die Natur ist für Kinderdorfmutter Bianka Dierkes ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Zusammen mit ihren vier Kinderdorfkindern hat sie die Grünfläche hinter ihrem sonnengelb gestrichenen Zuhause in ein Garten- und Spielparadies verwandelt. Nicht nur die Spielzeuge der 4 bis 9-jährigen finden dort ihren Platz, auch für die Henne Augusta und die Familienhunde Bly und Susi findet sich genügend Fläche zum herumtollen. Und oft tun sie dies sogar um die Wette mit den Kindern. Doch neben dem Spaßfaktor hat die Kinderdorffamilie auch gemeinsam beschlossen, zur Sommerzeit einen Nutzen aus dem Gartengrundstück ziehen zu können. Gemeinschaftlich wurden daher Obststräucher gepflanzt und Gemüsevariationen angebaut. Auch der Obstbaumbestand auf dem Grundstück wird gepflegt. Denn was kann es schöneres geben, als beim Spielen an der frischen Luft von eigens geernteten Früchten zu naschen?

Besonders die ganz kleinen Tiere begeistern die Kinder.

 

Große Wiesenfläche und eine anspruchsvolle Tierschar

Doch nicht nur hinter ihrem Zuhause freuen Bianka Dierkes, Ben*,Lina*,Milla* und David* sich besonders über schönes Wetter. Nur wenige Minuten von ihrem Zuhause entfernt liegt ihr großes Wiesengrundstück mit Scheune und einer ganzen Tierschar. Was im ersten Moment als paradiesisches Kinderspielland erscheint, bedeutet allerdings viel Zeit, Arbeit und vor allem Verantwortung. Drei wichtige Punkte, die im Leben weiterhelfen, wenn man mit ihnen entsprechend gelernt hat umzugehen. Kinderdorfmutter Bianka Dierkes möchte weder ihre Kinderdorfschar. Noch ihre Tierschar missen: „Ich selbst bin auf dem Land mit ganz vielen verschiedenen Tieren groß geworden, habe früh gelernt, was Verantwortung und Verlässlichkeit bedeuten. Gleichzeitig hat mir der Umgang mit den Tieren immer so viel Freude bereitet und mit so viel zurückgegeben. Versonnen lacht die 31-jährige und fügt an: “Ich glaube, ich kann gar nicht mehr ohne. Vor allem möchte ich aber auch den Kinderdorfkindern diese wertvollen Erfahrungen nicht nehmen. Sie hängen sehr an den Tieren und verstehen schon die Zusammenhänge, das Freude mit einem Tier auch Pflegeaufwand für das Tier bedeutet.“

Auf dem 20 000 Quadratmeter großen Grundstück ein wenig außerhalb ihres Zuhauses haben fünf Ponys, je eine kleine Herde Ziegen und Schafe, einige Gänse, zahlreiche Hühner und Hähne sowie eine große Gruppe Hasen ein liebevolles Zuhause gefunden. Gerade jetzt zur Frühlingszeit freuen sich die Kinder natürlich besonders über den Nachwuchs im Stall: Zurzeit kümmert sich die Kinderdorffamilie um sechszehn Jungtiere. Die Lämmer und Zicklein, aber auch Küken lassen die Herzen der Jungs und Mädchen bei ihrem Anblick sofort höher schlagen.

 *Die Namen der Kinder wurden aus Schutzgründen geändert   

Ben kümmert sich gern um die Ponys, zusammen genießen sie den Sonnenschein.

David nutzt jeden Sonnenschein im  Frühling zum ausgiebigen kickern.