25 bekamen feste Arbeitsstellen

Mit Hochzeitssuppe, Schweinefilet Toskana, Tortellini mit Lachs, Pustabraten mit Butterreis, Gratintaler und Gemüse sowie einem leckeren Dessert bedankte sich Heinz Rickert als Leiter des Uslarer Berufsförderzentrums (früher: Jugendwerkstatt Steimke) bei rund 60 Arbeitgebern und Unterstützern aus der Region. Bei der Dankeschön-Feier im Jugendcamp des Albert- Schweitzer-Familienwerks an der Schwarzen Erde stellte sich Stefan Schäfer als Geschäftsführer des Northeimer Jobcenters vor. Er ist davon überzeugt, dass der Fachkräftemangel, der seiner Einschätzung nach zunehmen werde, eine Chance für Langzeitarbeitslose sei, die jetzt unter anderem vom Uslarer Berufsförderzentrum gefördert und nach Möglichkeit für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen.

Es bedürfe aber besonderer Anstrengungen, bei der auch Praktika und andere Kooperationsmöglichkeiten mit engagierten Arbeitgebern der Region eine wichtige Rolle spielen. Schäfer kündigte an, etwas zu entwickeln, ohne jedoch konkret zu werden. Er fühle sich den Menschen in der Region verbunden und lobte die Unterstützung der Anwesenden.

Erstmals mit Flüchtlingen

Das Jobcenter weist dem Berufsförderzentrum geeignete Leute zu. "Erstmals waren auch 33 Flüchtlinge da", sagte Heinz Rickert. Sie werden auf ihrem Weg in eine mögliche Beschäftigung ein Stück weit begleitet. Insgesamt seien voriges Jahr 110 Menschen von Rickert und seinem Mitarbeiter- Team betreut worden.

„Wir nehmen die Leute auf und sehen, ob wir Probleme mit ihnen lösen können, bevor es so richtig losgeht“, sagte Rickert zum Vorgehen.

Über 100 Betriebe

In den vergangenen Monaten seien 25 Männer und Frauen in feste Arbeitsstellen vermittelt worden. Rickert und sein Team sehen sich als Dienstleister, die zwischen den potenziellen Arbeitgebern und den Bewerbern vermitteln. Mittlerweile seien es 110 Betriebe aus dem Uslarer Land und dem Bereich Göttingen und Northeim, mit denen Rickert & Co. kooperieren. Er ist seit über 30 Jahren im Bereich der Förderung von jugendlichen und erwachsenen Arbeitslosen engagiert, kenne die Materie, den Markt und die Anforderungen und reagiere auf Veränderungen, sagte er am Rande der Dankeschön- Feier. Manchmal bedürfe es mehrerer Versuche und Anläufe.

Das Treffen beim Essen im Jugendcamp sei wichtig, weil man sich austauscht, Kontakte knüpt und pflegt und im Gespräch bleibt. Eine solche Dreiecksbeziehung ist wichtig für die gemeinsamen Bemühungen. Namentlich lobte er den Einsatz von Martina und Udo Krause (Fliesenfachgeschäft) aus Uslar, die seit vielen Jahren mit Rickert und dem Jobcenter zusammenarbeiten.

Feier seit 20 Jahren

Die Empfänge finden laut Rickert seit rund 20 Jahren im Jugendcamp statt, das einst auch unter Mithilfe der damaligen Jugendwerkstatt-Beschäftigten als Projektarbeit von Grund auf errichtet wurde.

Danke an die HNA.