Fachlicher Blick hinter die Kulissen beim Kinderdorfbesuch

Gleich 40 Schüler der Fachschule Sozialpädagogik in Duderstadt besuchten im Rahmen ihres Unterrichts das Kinderdorf. Sie bekamen einen Einblick in die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, in der zurzeit 47 Kinder in insgesamt acht Kinderdorffamilien ein stabiles und zuverlässiges Zuhause finden. Im Austausch mit Pädagogen und Fachpersonal des Kinderdorfs erfuhren die Schüler und Schülerinnen, was das System Kinderdorf umfasst. Zudem bekamen sie Einblicke und wie das Leben für die Schützlinge vom Säuglingsalter bis zu einem Alter von 18 Jahren sowie für die pädagogischen wie erzieherischen Fachkräfte in einem Kinderdorfalltag  aussieht. Zudem konnten sie Einblicke in die speziellen Arbeitsanforderungen im Kinderdorf gewinnen. Doch nicht nur der Informationsaustausch gehörte zum Besuch dazu, auch das Kennenlernen einer Kinderdorffamilie stand auf dem Programm. Die Fachschülerin Joelle Kopp hat diese Erfahrung noch lebhaft in Erinnerung: "Ich fand den Besuch im Kinderdorf in Uslar sehr informativ. Vorher konnte ich mir nicht vorstellen, wie die Arbeit in einer Kinderdorffamilie und die entsprechende Rolle einer Kinderdorfmutter oder Erzieherin, die in der Familie arbeitet, aussehen. Besonders aufschlussreich fand ich die Besichtigung einer Kinderdorffamilie und den Austausch mit der Kinderdorfmutter. So habe ich von vielfältigen Erfahrungen gehört und habe ein besseres und klareres Bild dieses Arbeitsfeldes."

Einige kommen als Praktikanten wieder

Ein paar der Schüler kommen in diesem Jahr als Praktikanten in die Einrichtung zurück. Ihre Einblicke in die Kinderdorfarbeit mit ihren Berufsanforderungen werden nicht nur tiefergehend, sie sammeln bei der tatkräftigen Unterstützung der Fachkräfte vor Ort auch wertvolle praktische Erfahrungen. Für Sozialpädagogik-Fachschülerin Lisa-Marie Steinmetz war die „Vorabhospitation“ besonders wertvoll. Sie empfand von Hospitationsbeginn an ein sehr familiäres Gefühl und  berichtet: „Ich habe mich sofort aufgenommen und wohl gefühlt und freue mich deshalb umso mehr auf mein bevorstehendes Praktikum. Ich erwarte neue Herausforderungen und vielseitige Erfahrungen, um mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickeln zu können.“

Praktikanten sind im Kinderdorf immer gern gesehen. Dazu zählen Schülerpraktikanten ebenso wie wie Praktikanten im Rahmen des Hochschulstudiums. Auch für eine Hospitation stehen die Türen offen. Schließlich ist dies der beste Weg, um geeignetes Fachpersonal zu finden. Denn motiviert, zufrieden und engagiert im Job ist nur, wer ganz genau weiß, was beruflich auf ihn zukommt.

So wie Lena Diedrich, die nach ihrem Hospitationstag sogar noch eine gestiegene Vorfreude auf ihr Praktikum empfindet und unbedingt noch mehr vom Kinderdorf kennenlernen möchte. Die Schülerin war von ihren ersten Erfahrungen bereits beeindruckt und bringt jetzt umso mehr Elan für ihr Praktikum mit: „Ich konnte erste wichtige Erfahrungen in der Wohngruppe machen, die mich auf mein kommendes Praktikum eingestimmt haben. Dabei erlangte ich einen Einblick in das Arbeitsumfeld und wurde positiv überrascht.“

Auch Melina Horn hat den Hospitationstag in guter Erinnerung und kann den Beginn ihres Praktikums kaum abwarten. Sie freut sich bereits auf das Praktikum und auf die vielen Herausforderungen, die ihr bevorstehen. Und da ist noch etwas, das ihr für diese kommende Zeit sehr wichtig ist: „Ich wünsche mir, ein gutes Verhältnis mit den Kindern aufzubauen und sie zu unterstützen.“

Wer ebenfalls Interesse an einem Job – zum Beispiel als Sozialpädagoge, Erzieher oder Heilerziehungspfleger im Kinderdorf hat, erhält auf dieser Website oder telefonisch unter: 05571- 92 37 0 weitergehende Informationen.