Große Einweihungsfeier der Tagesklinik mit 150 Gästen

Auf eine erfolgreiche Einweihungsfeier blickt die Tagesklinik der Albert-Schweitzer-Fachklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie zurück. Noch im letzten Winter thronte der Richtkranz über dem Rohbau und jetzt ist der Betrieb der Facheinrichtung aufgenommen. Die Architektur des neuen Gebäudes zeigt ein paar besondere Kniffe auf und vielleicht fügt sich die neue Tagesklinik gerade deshalb so gut in das atmosphärische Gelände mit viel Fachwerk und Grün rund um das Albert-Schweitzer-Therapeutikum ein.

Zur Feier des Tages versammelten sich rund 150 Gäste in der einstigen Reithalle, die nun zur Kongresshalle umgewandelt wurde. Mit leichten musikalischen Klängen startete die Einweihungsfeier und schließlich eröffnete Vorstandsmitglied Edda Contenius die Feier auch ganz offiziell mit beschwingten Worten. Sie erinnerte sich an einen recht holprigen Anfang des Klinikbetriebs und an die große Freude, als seitens des Sozialministeriums der Wunsch nach einer Tagesklinik laut wurde. Auch der Weg zur fertigen Tagesklinik war etwas holprig. Vorsichtig nannte sie die Stichworte „Altlasten“, „Fledermäuse“ und „Rauchschwalben“. Dass die medizinische Situation für Kinder und Jugendliche in Südniedersachsen aber nun endlich weiter verbessert werden konnte, erfreut Edda Contenius ganz besonders.

Mit dem Vertreter des Sozialministeriums, Dr. Boris Robbers und ihren Vorstandskollegen an ihrer Seite, überreicht sie Einrichtungsleiter Dr. Dirk Dammann einen goldenen Symbolschlüssel. Dr. Dammann bedankte sich und freute sich darüber, dass er nach seinem Einstieg als Klinikleiter im Jahr 2017 in die bereits gut vorbereiteten Neubaupläne einsteigen konnte und gleichzeitig von einem wunderbar funktionierenden Team empfangen wurde.  

Bevor die Begrüßungsreden eröffnet wurden, sorgte eine Einlage der „Tanzfabrik“ mit einer Hip-Hop-Choreografie für Kurzweil. Anschließend ergriff Dr. Boris Robbers das Wort. Ihm folgte Landrätin Angela Schürzeberg nach. Sie nannte die Einrichtung einen „wahren Leuchtturm“ und betonte auch nochmal die Wichtigkeit der Fachklinik für die Region.

Im Anschluss kamen die Gäste noch in den Genuss eines Fachvortrags, gehalten durch Dr. sc. hum. Rüdiger Retzlaff, der über „Systemische Therapie quo vadis“ referierte. Statements zum Thema „Kinder und Jugendpsychiatrie im Netzwerk" schlossen sich an. Zu diesem Thema sprachen Constanze Schreiber vom Landkreis Holzminden (Bereich Kinder- und Jugendgesundheit, Seniorenfachdienst sowie Barbara Fahncke (Leiterin des Jugendamts Holzminden) und Heinz-Joachim Philippen (Schulfachlicher Dezernent).

Innovativ und persönlich stellten sich die Mitarbeiter der Tagesklinik vor: Unter Einbeziehung vieler Partnerunternehmen und Ämter – wie beispielsweise dem Jugendamt oder Baufirmen – präsentierten sie eine knifflige Aufgabe, die nur in echter Netzwerkarbeit zu lösen war. Außerdem demonstrierte das Tagesklinik-Team symbolisch anhand ihrer Maskottchen-Puppe, den Verlauf einer Therapie. Jeder Mitarbeiter wurde dabei namentlich vorgestellt.

Zum Abschluss ging es für alle in den Bereich der Tagesklinik, wo die Räume bei einer Führung in Augenschein genommen werden konnten. Mit netten Gesprächen und bei einem kleinen Imbiss klang der Nachmittag schließlich aus.