"Hier entsteht etwas Großartiges"

„Was lange währt, wird endlich gut“ – so sagt der Volksmund und auf die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Familienwerks trifft das auch zu. Denn nach langer Bauphase, während der es immer wieder Verzögerungen bei den Erdarbeiten gab, fand nun endlich das Richtfest für die Tagesklinik statt.

Stolz empfingen Familienwerks-Geschäftsführer Martin Kupper und Klinikleiter Dr. Dirk Dammann die Besucher. Auch der Vorstand des Albert-Schweitzer-Familienwerks sowie Mitglieder des Kuratoriums waren zu diesem ereignisreichen Tag selbstverständlich angereist. Als Ehrengäste waren Sabine Tippelt (mdL) als Vertreterin des Landes Niedersachsen, die Landrätin Angela Schürzeberg und Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul anwesend. Zu weiteren Gästen  gehörten die Kooperationspartner der Klinik und die Vertreter der Baufirmen.

Den Richtspruch ließ Arne Neumann von der Zimmerei Werner verlauten – und das aus angemessener Höhe vom Dach des Neubaus herab. Später dann freute Edda Contenius vom Vorstand des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. sich darüber, dass das Gebäude endlich Form angenommen hat. Sie dankte zudem allen Beteiligten. Klinikleiter Dr. Dirk Dammann dankte vor allem seinem sehr gut aus- und weitergebildeten Team, welches er als Garant für gute Arbeit bezeichnete. Er berichtete zudem, dass es in der Region psychotherapeutischer, familienbegleitender Patientenversorgung ziemlich dünn aussähe und verkündete, an genau dieser Stelle mit der Tagesklinik neue Angebote zu machen. Sein Ziel sei es auch, „in der Region familiennah neue Sicht- und Verhaltensweisen zu entwickeln“ so Dammann weiter.

Die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt überbrachte Glückwünsche von der Landesregierung und der Sozialministerin. Zusammen hatte man die Förderung von zwei Millionen Euro zum Tagesklinikbau vor 2 Jahren erreicht. „Es ist eine Freude zu sehen, damit Menschen helfen zu können“ intonierte die Abgeordnete und sprach im weiteren Verlauf von „gut angelegtem Geld“. Das sah offensichtlich auch Landrätin Angela Schürzeberg so, denn sie ließ verlauten, dass in Holzminden etwas Großartiges entstehe und das Familienwerk Großartiges für die Region leiste. „Zukunft kann man bauen, das tun sie hier“, waren anschließende Worte von ihr. Und so rundete Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul die Reden zum Richtfest ab und dankte dem Familienwerk für den unternehmerischen Mut und das Bekenntnis zum Standort Holzminden. Ihn freute weiterhin, dass das Projekt von dem Wunsch geprägt sei, Menschen zu helfen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Seine Hoffnung, die Stadt Holzminden sei als Genehmigungsbehörde zudem eine gute Hilfe gewesen, wird seitens des Familienwerks und der Fachklinik bestätigt: Dem Landkreis und der Stadt Holzminden gebührt für unkomplizierte Abwicklungen im Verfahren, für pragmatische Lösungen und viele Hilfestellungen Dank.       

Insgesamt 2,2 Millionen Euro werden in die neue Tagesklinik investiert, eine Summe, die vom Land Niedersachsen als Investor und dem Familienwerk als Träger, stammen. Bereits im Jahr 2012 wurde mit den ersten Planungen zum Bau einer Tagesklinik auf dem Klinikgelände Am Pipping in Holzminden begonnen.

Das Tagesklinikkonzept in Holzminden wird das erste seiner Art in der Versorgungsregion Südniedersachsen, womit das Familienwerk dem hiesigen Kliniksektor künftig mehr Sicherheit und Vielfalt bieten kann. 

Insgesamt 13 Plätze wird das ebenerdige Gebäude künftig aufweisen, wovon zehn als Einzelplätze und drei in Form von Familienappartements fungieren. Der systemisch-therapeutische Ansatz, dem auch die Arbeit in der Institutsambulanz und in dem stationären Klinikbereich unterliegt, wird auch in der Tagesklinik greifen.

Mit der Betriebsaufnahme der bezugsfertigen Tagesklinik, die bereits im Juni kommenden Jahres geplant ist, entstehen dreizehn zusätzliche Arbeitsplätze im Albert-Schweitzer-Therapeutikum.   

2018 Richtfest Klinik Holzminden