Hilfen in der Krise

Antriebslosigkeit, Angststörungen oder auch Zwangsvorstellungen: Psychische Krankheiten sind deutlich mehr als eine Erkältung der Seele. Bundesweit erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene im Zeitraum eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN). Die Tragik: Psychische Störungen finden häufig im Dunkeln statt. Über die Rückenbeschwerden kann man mit dem Nachbarn sprechen. Eine seelische Erkrankung ist heutzutage (noch) nicht gesellschaftsfähig.

Gut, dass es Menschen, wie die Koordinatorinnen und Ambulanten Helfer und Helferinnen vom Albert-Schweitzer-Familienwerk gibt. Sie kümmern sich mit ihren Teams aus sozialpädagogischen Fachkräften um Menschen, die sich in ihrem Leben irgendwie verirrt haben. Die Ambulanten Hilfen bieten „Hilfe zur Selbsthilfe“ für psychisch erkrankte Menschen in der Stadt Göttingen und in den Landkreisen Göttingen und Northeim.

Allein in den Landkreisen Northeim und Göttingen sind es 550 Menschen, die von den Ambulanten Hilfen des gemeinnützigen Vereins begleitet und betreut werden. Die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen unter anderem für mehr soziale Kontakte und Freizeitgestaltung, eine Tagesstruktur, Beschäftigung oder sogar Arbeit. Gemeinsam mit den Klienten suchen die Experten Impulse und Orientierung, verbessern die Wohn- und Lebenssituation. Dadurch erreichen die Klienten mehr Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung. Andrea Kohl: „Die Ambulanten Helfer können die seelische Erkrankung oder Verletzung nicht heilen. Wir sorgen aber dafür, dass die Menschen für die nächste Krisensituationen besser gerüstet sind.“ Weitere Koordinatorinnen sind: Beate Weske, Charlotte Heise und Katharina Westphal.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen stellt Andrea Kohl kompetente „Wegbegleiter an die Seite, die zu den Klienten nach Hause kommen und sie in Ihrem Lebensumfeld unterstützen. Wenn es gut läuft, gelingen ein Perspektivwechsel und eine Neuorientierung. Und Erfolg haben die Wegbegleiter aus dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, wenn die Klienten wieder unabhängig von ambulanter Hilfe werden.

In Northeim sind finden die Wegbegleiter in der Bahnhofstraße 26 und im Eschenschlag 10 zu finden. Erreichbar sind diese auch unter der Telefonnummer: 0 55 51 / 97 73 – 23. Mehr Informationen gibt es zudem auch hier im Internet.

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